Was sind Glaubenssätze?
- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. März
Glaubenssätze sind tief verankerte innere Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln maßgeblich beeinflussen.
Oft laufen sie unbewusst ab und wirken wie innere „Regeln“, nach denen wir unser Leben ausrichten.
Sie beantworten grundlegende Fragen wie:
Wie bin ich? Wie sind andere? Wie funktioniert die Welt?
Wie entstehen Glaubenssätze?
Glaubenssätze entwickeln sich meist früh im Leben durch:
Erfahrungen in der Kindheit
Aussagen und Erwartungen wichtiger Bezugspersonen
wiederholte Erlebnisse von Lob, Kritik oder Zurückweisung
prägende Situationen in Schule, Beziehungen oder Beruf
Aus einzelnen Erfahrungen entstehen verallgemeinerte Überzeugungen, zum Beispiel: „Ich bin nicht gut genug.“ oder „Ich muss stark sein, um anerkannt zu werden.“
Welche Wirkung haben Glaubenssätze?
Glaubenssätze wirken wie ein innerer Filter. Sie beeinflussen:
wie wir Situationen wahrnehmen
wie wir uns selbst bewerten
welche Entscheidungen wir treffen
wie wir auf Herausforderungen reagieren
Begrenzende Glaubenssätze können dazu führen, dass Menschen sich selbst klein halten, Chancen vermeiden oder immer wieder in ähnliche belastende Muster geraten – oft ohne zu verstehen, warum.
Positive und begrenzende Glaubenssätze
Nicht alle Glaubenssätze sind hinderlich. Es gibt:
unterstützende Glaubenssätze, z. B. „Ich darf lernen und wachsen.“
begrenzende Glaubenssätze, z. B. „Ich darf keine Fehler machen.“
Problematisch werden Glaubenssätze dann, wenn sie nicht mehr zur aktuellen Lebenssituation passen, aber dennoch unser Verhalten bestimmen.
Glaubenssätze erkennen und verändern
Der erste Schritt ist, Glaubenssätze bewusst wahrzunehmen.
In der psychologischen Beratung können dabei:
innere Überzeugungen sichtbar gemacht
ihre Herkunft verstanden
ihre heutige Funktion überprüft
neue, hilfreichere Sichtweisen entwickelt werden.


